DLP 002: „lernOS“ als agile Methode für selbstorganisiertes Lernen und Arbeiten

D1G1TAL LEADERS Podcast – Der Personality Talk mit Vordenkern & Pionieren der Digitalen Transformation

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Der D1G1TAL LEADERS Podcast ist der Personality Talk mit Vordenkern & Pionieren der Digitalen Transformation. Hier erwarten Sie spannende und wertvolle Insights aus erster Hand, wie Sie Ihr Unternehmen fit für die digitale Zukunft machen können.

In dieser Episode spreche ich mit Simon Dückert von cogneon über lernOS – das „Betriebssystem für die Lernende Organisation“. Als „Reisebegleiter für lernende Organisationen“ hilft Simon Unternehmen dabei, Strukturen, Methoden und Prozesse zu etablieren, um Wissen extern zu akquirieren, selbst zu entwickeln oder zu transferieren und auf dieser Grundlage nachhaltige Verhaltensänderungen vorzunehmen. Inspiriert von Peer und Social Learning-Ansätzen wie „Working Out Loud“ hat Simon mit lernOS ein Lernformat entwickelt, das in Form regelmäßiger Lern-„Sprints“ und Retrospektiven stärker auch agile Komponenten beinhaltet. Das besondere ist jedoch, dass das lernOS-Konzept mit einer Creative Commons-Lizenz allen Nutzern auch zur eigenen Weiterentwicklung frei zu Verfügung steht.

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Lernen ist entscheidend für den zukünftigen Erfolg und das Überleben von Unternehmen. Für das Lernen in Organisationen werden jedoch oftmals nur einzelne Methoden genutzt, die wenig verzahnt sind und daher meist keine nachhaltige Wirkung entfalten. lernOS bietet mit seinen 3 Ebenen Individuum – Team – Organisation daher eine ganzheitliche Sicht, um Unternehmen auf dem Weg zur lernenden Organisation zu begleiten. In der künstlichen Weltsprache Esperanto ist „lernOS“ die Zukunftsform des Verbs „Lernen“, durch die Betonung des OS („Operating System“) wird der Anspruch als Betriebssystem für die lernende Organisation deutlich.

lernOs als Trainingslager für moderne Arbeitsmethoden

Da lernOS auch agile Methoden wie bspw. Scrum oder Objectives and Key Results (OKRs) umfasst, bietet es die Möglichkeit, neue Ansätze „im Kleinen“ auszuprobieren und für die eigene Arbeit zu testen. Es beinhaltet zudem Bestandteile des Social Learning-Ansatzes Working Out Loud und der Selbstmanagement-Methode Getting Things Done.

Für alle 3 Ebenen gibt es separate Guides, die als Checklisten bei der Durchführung eines „Lernsprints“ unterstützen. Bisher ist der Guide für die individuelle Ebene, der „lernOS Leitfaden für Dich“ erschienen. Die weiteren Leitfäden für die Team- und Organisationsebene sind derzeit in Arbeit – jeder ist eingeladen, sich über alle bekannten Kanäle an der Entwicklung zu beteiligen. Zudem stehen in der lernOS-Toolbox auch zahlreiche Tool-Guides (z. B. für Expert Debriefing, BarCamps oder Community Management) zur Verfügung.

Die lernOS Canvas dient der Findung des Ziels zu Beginn des Lernsprints

Die Grundlage der Lernsprints kann durch die lernOS Canvas im Rahmen eines an Scrum angelegten Sprint Plannings erarbeitet und visualisiert werden. Dies dient dazu, sich vor dem Lernsprint die richtigen Fragen zu stellen und sich Gedanken über ein Ziel, Beziehungen, Netzwerke o. Ä. zu machen.

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Das Ziel wird dabei durch den Lerner selbst festgelegt. Die Zielsetzung erfolgt nach der OKR-Methode, sodass das Ziel einerseits deutlich motivierender beschrieben wird und andererseits deutlich flexibler ist. Je nach aktuellem Fokus können die Lernziele angepasst und nach dem Baukastenprinzip unterschiedliche Tools eingesetzt werden. Das Lernsetup der Organisation oder eines Teams kann somit individuell konfiguriert werden. Zudem werden mit Hilfe des Canvas durch die inhaltliche Ausarbeitung in Verbindung mit einer übersichtlichen Visualisierung beide Gehirnhälften angesprochen und dadurch der Lerneffekt intensiviert.

lernOS führt Techniken und Übungen anderer Ansätze gezielt zusammen

lernOS basiert auf Ansätzen wie Working Out Loud und Getting Things Done (GTD) und beeinhaltet neben methodischen Elementen des agilen Arbeitens Übungen aus den WOL Guides von John Stepper, die von vielen Teilnehmern als besonders relevant erachtet wurden. Aus der GTD-Methodik von David Allen greift lernOS gezielt Lern- und Selbstmanagement-Techniken auf, die den Teilnehmern helfen, sowohl den einzelnen Lernsprint als auch sich selbst langfristig besser zu organisieren und dadurch nachhaltig produktiver zu werden.

Die Lernsprints können sowohl allein als auch, ähnlich wie bei Working Out Loud, in der Gruppe absolviert werden. Dies ist empfehlenswert, um die Kraft des Netzwerks für die Erreichung der eigenen Ziele zu nutzen und vom gegenseitigen Austausch zu profitieren.

Vor der Einführung den „Lernpuls der Organisation“ fühlen

Für den Test und die Einführung von lernOS im Unternehmen empfiehlt es sich, gemeinsam mit einem Netzwerk von Freiwilligen in der Organisation erst einmal die vorhandene Lernkultur und die Rahmenbedingungen zu erkunden. Erst wenn die richtigen Voraussetzungen geschaffen sind, sollte die Methode über erste Piloten getestet und der Mehrwert bewertet werden. John Kotter spricht in diesem Zusammenhang von der „Guiding Coalition“, wie sie auch in vielen großen Unternehmen inzwischen als „Guide-Netzwerk“ etabliert wurde. Hier kann lernOS, neben der formalen Hierarchie, dazu dienen, eine Netzwerkorganisation aufzubauen, die Innovation und Vernetzung vorantreibt.


Was sind deine 3 Lieblings-Tools?

  • Die passende individuelle Kombination aus Microsoft OneNote (früher Tiddlywiki), und ToDo sowie dem gesamten Office 365-Paket
  • iPhone/iPad inkl. Apps
  • YouTube-DL in Kombination mit Microsoft OneDrive als Storage

Tipp: Wer sich näher mit lernOs beschäftigen und sich gerne auch mit der Learning Community austauschen möchte, für den ist vielleicht das lernOS Camp am 25. Juni in München die richtige Anlaufstelle.


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DLP 001: „Working Out Loud“ als mentales Onboarding für die Digitale Transformation

D1G1TAL LEADERS Podcast – Der Personality Talk mit Vordenkern & Pionieren der Digitalen Transformation

Der D1G1TAL LEADERS Podcast ist der Personality Talk mit Vordenkern & Pionieren der Digitalen Transformation. Hier erwarten Sie spannende und wertvolle Insights aus erster Hand, wie Sie Ihr Unternehmen fit für die digitale Zukunft machen können.

In dieser Episode gibt es eine Premiere – gemeinsam mit Ingo Stoll vom „Masters of Transformation Podcast“ interviewe ich im Co-Creation-Modus John Stepper. John hat die Methode „Working Out Loud“ entwickelt, die sich wachsender Beliebtheit erfreut und in immer mehr Unternehmen als selbstorganisierter Peer-to-Peer-Learning-Ansatz eingesetzt wird. Mit John sprechen wir darüber, was Working Out Loud ist, wie es umgesetzt werden kann und wie es gelingt, eine weltweite Bewegung zu starten…

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Working Out Loud entstand aus der Beobachtung heraus, dass viele Menschen in Ihrer Arbeit nicht wirklich zufrieden sind, weil weder sie selbst noch die Unternehmen das volle schöpferische Potenzial ihrer Mitarbeiter nutzen. Working Out Loud setzt bei der Idee an, bedeutsame Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen, die langfristig zu Win-Win-Situationen führen, sodass die Zusammenarbeit insgesamt erfolgreicher und zufriedener gestaltet wird. Eine gute Erläuterung, was WOL ist, geben Katharina Krentz, Lukas Fütterer und Sabine Kluge (v.l.n.r.) im folgenden Video:

Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist ein auf Großzügigkeit basierendes „Sharing Mindset“ – dies bedeutet, anderen Menschen bspw. Anerkennung oder Wertschätzung zukommen zu lassen – oder auch einfach die eigenen Arbeitsergebnisse im Netzwerk zu teilen. Zudem ist ein „Growth Mindset“ wichtig, welches den eigenen Fortschritt als permanenten Lernprozess begreift und sehr stark auf Feedback und Reflexion setzt, um sich fortwährend zu entwickeln. Die übrigen Elemente von Working Out Loud stellt die folgende Sketchnote dar:

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WOL als mentales Onboarding für die Digitale Transformation

Working Out Loud setzt dabei – und das ist ein zentraler Unterschied zu einem gezielten Networking – auf die Kraft von Online-Netzwerken und verbindet diese mit der Unterstützung eines vertrauensbasierten Netzwerks in sogenannten Circles. In diesem Circle treffen sich meist 4 – 6 Personen und arbeiten über 12 Wochen lang jeweils eine Stunde pro Woche anhand sogenannter Circle Guides. Dies sind Checklisten, in denen das Prozedere der jeweiligen Woche beschrieben und mit Beispielen und ergänzendem Lesematerial angereichert wird. Die Guides helfen den Teilnehmern des Circles dabei, einen gemeinsamen Arbeitsansatz zu finden und sich nach und nach insb. mit folgenden Fragen auseinanderzusetzen:

  1. Was ist mein individuelles Ziel?
  2. Wer kann mir dabei helfen, mein Ziel zu erreichen?
  3. Wie kann ich meine Beziehung zu diesen Personen gezielt (und zum gegenseitigen Vorteil) vertiefen?

Die gesetzten Ziele sollten dabei nicht zu groß oder zu weit entfernt sein, sodass es möglich ist, in 12 Wochen einen sichtbaren Fortschritt zu erzielen. Gleichzeitig sollte das Ziel eine gewisse Herausforderung darstellen und zugleich die eigene intrinsische Motivation bedienen. Denn nur so kann ein nachhaltiger selbstgesteuerter Lern- und Entwicklungsprozess gelingen.

Ein konkreter Anwendungsfall von Working Out Loud ist daher die Begleitung von Transformationsprozessen – insb. wenn es darum geht, neue Verhaltensweisen zu erlenen. Durch WOL wird die Veränderung in kleine Schritte heruntergebrochen und die Mitarbeiter dabei unterstützt, ihr Verhalten in kleinen Schritte zu verändern und die Veränderung dadurch zu verstetigen. Weitere Anwendungsfälle sind z. B. Onboarding, Mentoring oder Leadership Development.

How to start and establish a global movement

Im Podcast gibt John zudem Tipps, wie sich eine Bewegung wir Working Out Loud aufbauen lässt. Diese orientieren sich sehr stark an den zuvor beschriebenen 3 zentralen Schritten von WOL.

  1. Experimentiere und probiere Dich aus, um etwas zu finden, was Dich begeistert
  2. Hole Dir fortlaufend Feedback und lerne daraus – mit einem „Growth Mindset“
  3. Finde Personen, mit denen Du dieses Ziel erreichen kannst und beginne mit keinen Schritten und investiere in Personen und Beziehungen

Diese Punkte greift John auch in seinem TED Talk „Working Out Loud: The making of a movement“ auf:

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Episode spannende Impulse für Ihre Arbeit geben zu können – daher freue ich mich über Ihr Feedback. Schreiben Sie gerne einen Kommentar und hinterlassen Sie mir eine Bewertung und/oder eine Rezension auf iTunes – damit wir diesen Podcast gemeinsam noch bekannter machen können.


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DLP 000: „Nullepisode“ meines D1G1TAL LEADERS Podcast – jetzt geht’s los!

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Der D1G1TAL LEADERS Podcast ist der Personality Talk mit Vordenkern & Pionieren der Digitalen Transformation. Hier erwarten Sie spannende und wertvolle Insights aus erster Hand, wie Sie Ihr Unternehmen fit für die digitale Zukunft machen können.

In dieser ersten Episode möchte ich Ihnen kurz die Ziele und das Format meines neuen Podcasts vorstellen. Außerdem hören Sie ein Interview mit mir zum Thema „Working Out Loud“ aus dem Podcast „Der Morgenmensch“ von Frank Eilers.

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